(Bild: Mara)

 

Viele von uns fragen sich sicherlich, wie lange es noch dauern wird bis die Corona-Krise endlich vorbei ist. Doch wann ist dieser Zeitpunkt? Und wie wird es danach weiter gehen?!                                                                                                                                                                                                         

Zu allererst kann niemand genau sagen, wann das Alles ein Ende hat, aber klar ist, dass das Virus dann nicht einfach verschwunden ist. Es wird ein Teil unseres Lebens bleiben, mit dem wir lernen müssen umzugehen, jedoch nicht mehr mit den jetzigen Einschränkungen. Momentan erleben wir durch die stillgelegte Wirtschaft, Isolation und kollektive Existenzängste, ein Jahrhundert-Ereignis. Die Erfahrungen, die wir jetzt machen, werden  uns auch noch in der Zukunft prägen wird. Uns wurde durch Corona gezeigt, welche Strukturen innerhalb unserer Gesellschaft, aber auch in unserer Wirtschaft nicht sonderlich gut gegen Krisen ausgestattet sind, weshalb es in dem "Wiederaufbau" darum geht, diese Strukturen anzupassen, damit so etwas nicht noch einmal passiert. 

Um mir einen Eindruck der Meinung anderer zu verschaffen, was sie glauben wie es nach Corona weiter gehen wird, habe ich einige Schüler/innen und Lehrer/innen eine Email geschrieben und Sie um deren Meinung/Ansicht gefragt. 

Die Rückmeldungen, die ich erhalten habe, waren sehr unterschiedlich hinsichtlich der Frage wann und ob es ein „nach Corona" geben wird. Einige sagen, dass es kein „nach Corona“ in dem Sinne geben wird, sondern nur ein Leben mit Corona, da es immer ein Thema sein wird und die Krise bei der jetzigen Generation nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Andere wiederum sagen, dass es eine stufenweise Rückkehr zur Normalität geben wird und in etwa 1-2 Jahren sich dann wieder alles vollkommen normalisiert hat bzw. das es größtenteils wieder ganz normal weiter gehen wird.

Doch wie kann man versuchen ein „nach Corona" zu erreichen?        

Ab wann man die Formulierung „nach Corona" nutzen kann, hängt davon ab, wie sich die Infektionszahlen nach den Lockerungen entwickeln. Auch die Frage nach der Ansteckungsgefahr und der Entwicklung der Todeszellen spielt dafür eine Rolle. Danach müssen viele Menschen erst einmal wieder wirtschaftlich auf die Beine kommen, doch zuerst einmal sollten  viele Leute die Krankheit überstanden haben, sodass man von einer Gruppenimmunität reden kann. Am besten sollte natürlich ein Impfstoff oder ein Medikament zur Behandlung dieser Krankheit entwickelt werden. Und dass das so schnell passiert, glauben bisher wenige, da auch Testphasen erfolgen müssen, um zu schauen, ob die Impfung oder das Medikament wirksam ist.  Denn wenn nicht, muss man immer weiter forschen und darauf achten, dass sich keine weiteren Personen infizieren.

Und können wir unser Leben dann wieder ganz normal wie vorher weiterführen oder wird sich alles verändern?                         

Auch da kamen verschiedene Meinungen auf. Genau sagen, kann das jedoch zur Zeit noch keiner, aber es wird höchstwahrscheinlich so sein, dass sehr viele Leute viel mehr auf die Hygiene achten werden, Schutzmasken zum Alltag gehören könnten und eventuell auch zu einem normalen Erscheinungsbild werden. Nicht zu Vergessen bleibt die Angst, die immer noch da sein wird und im allgemeinen wird man vor allem erstmal am Anfang noch sehr vorsichtig damit umgehen. Vor Corona haben wir in einer Welt gelebt, in der man sich sehr viel leisten konnte. Wir sind unseren Hobbys nachgegangen, oft verreist, in Restaurants essen gegangen und haben uns sehr viel mit unserem Äußerlichen beschäftigt (z.B. Friseur, Kosmetiker, etc.). Man konnte schon sagen, wir haben in einem Luxusleben gelebt, doch wird sich das jetzt vielleicht ändern?! Man weiß es nicht...                                                            

Corona bringt auch positive Aspekte mit sich.

Einige sagen, dass sie diese Krise sinnvoll nutzen, in dem sie sich mal wieder mehr mit sich selbst befassen und diese Zeit für sich nutzen und  somit wieder Zeit für Sachen haben, für die sie vorher keine mehr so wirklich gehabt haben. Man beschäftigt sich im allgemeinen wieder viel mehr mit der Familie und bekommt wieder einen besseren Draht zueinander, der davor vielleicht für eine Zeit verloren gegangen ist. Doch ist das immer so gut? 
Vor allem die kleineren Kinder sind davon sehr betroffen z.B. die Kindergartenkinder, die jetzt erst einmal die nächsten Wochen gar nicht zum Kindergarten können und zu Hause bleiben müssen, wodurch sie keine sozialen Kontakte mehr zu anderen Kinder haben. Für deren Entwicklung ist das nicht vom Vorteil, da sie gerade in einer Entwicklungsphase sind, in der sie Kontakt zu anderen brauchen. Und dazu muss man sagen, dass die jüngeren den Abstand nicht wirklich einhalten können, was kaum vermeidbar ist und sie nicht wissen damit umzugehen, da sie den Ernst der Lage noch nicht so gut einschätzen können, wie die Jugendliche. Doch auch für die Jugendlichen, die gerade vielleicht sogar in diesem Jahr in der Abschlussklasse sind ist dieses nicht leicht.   

Die Abschlussprüfungen werden dieses Jahr geschrieben...       

Aber wie soll das ablaufen? Es ist klar, es ist eine schwierige Zeit, für jeden von uns..und es wird sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer eine sehr stressige, anstrengende und ungewohnte Zeit, die zur Zeit noch unvorstellbar ist. Doch wir müssen das Beste daraus machen und wissen das es wieder bessere Zeiten gibt. Doch diese Krise wirkt sich in einer Sache ganz besonders positiv auf die Schulen aus...Sie werden immer digitaler!                     

Bin ich im Film?

Am Anfang des Jahres haben wir Corona noch gar nicht wirklich wahrgenommen und als noch nicht so schlimm empfunden. Auch heute fühlt es sich manchmal noch nicht echt an und man denkt sich: „Bin ich in einem Film?“                                                               Nein, wir sind in der Realität. Unsere Welt befindet sich zur Zeit in einem Ausnahmezustand, den die jetzige Generation noch nicht zuvor erlebt hat und auch nach der Krise wird sich trotz allem etwas an unserem Leben ändern, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Schon jetzt bekommen viele eine andere Denkweise darüber. Manche sagen, dass man in der Zukunft aus den jetzt gelernten Auswirkungen nachhaltiger werden kann und danach ein Achtsameren Umgang miteinander haben wird. Klar ist, der Klimawandel gerät momentan etwas in Vergessenheit!  Derzeit wird weder geflogen noch werden Kreuzfahrten unternommen, was uns im Thema Klimawandel eine kleine Erholung schafft, auch wenn andere wirtschaftliche Sachen für die Tourismusindustrie erhebliche Einbußen darstellt. 

Lernen wir die kleine Dinge des Lebens mehr schätzen?

Wir werden zwar nicht unbedingt ein Leben lang von der Krise betroffen sein, da wir in einer Industriellen Welt leben, die schon sehr viel entwickelt hat. Trotz dessen wird diese Situation alle von uns prägen. Doch das eher positiv oder negativ? Auch dazu kamen viele verschiedene Meinungen auf. Viele sagen, dass es eher im positiven Sinne sein wird. Wir mussten alle die letzten Wochen spüren, wie es ohne soziales und kulturelles Leben ist, wodurch wir diese in Zukunft vielleicht um einiges mehr schätzen werden. Wir werden die Kleinigkeiten, die wir in ferner Zukunft wieder ausüben dürfen wie z.B. Freunde, zur Begrüßung umarmen zu können, viel mehr wertschätzen und uns auch danach noch immer wieder an diese Zeit erinnern. Wir werden somit viel mehr auch an andere denken und im Umgang mit unseren Mitmenschen  besser nachdenken und nicht immer nur an uns selbst. Es wird wieder mehr ein „Wir“ als ein „Ich“ in unserer Gesellschaft geben.

Fazit

Insgesamt lässt sich sagen, dass sich durch Corona einiges verändert hat, wie z.B. der Arbeitsmarkt. Momentan arbeiten viele von zu Hause aus, wodurch viele Unternehmen Vorteile wie die höhere Flexibilität der Arbeitnehmer kennen lernen und sich dennoch die Frage stellt, wie die Gewährleistung von Datenschutz zu Hause ist. In der nahezuen Zukunft kann Homeoffice bei einzelnen Berufen oder Projekten durch aus ein fester Bestandteil der Arbeitswelt werden. Den Arbeitsmarkt nach Corona prägt vermutlich mehr Kurzarbeit, wobei besonders Gastronomien und Bistros betroffen sein werden. Einige Menschen werden ihre Arbeit vielleicht auch ganz verlieren, dafür werden die Systemrelevanten Berufe mehr anerkannt. Vielen wird jetzt bewusst, dass wir ohne Supermarktmitarbeiter, ohne Reinigungskräfte und ohne Krankenhauspersonal nicht überleben könnten, wodurch es möglich ist das solche Jobs nach Corona besser bezahlt werden. Aber auch die Politik verändert sich, denn die Globalisierung kommt durch Corona gerade sehr durcheinander. Viele Länder werden sich wieder nationaler ausrichten und weniger Global denken. Das heißt, dass Unternehmen künftig eventuell mehr auf weltweite Lieferketten und Produktionen im Ausland verzichten und mehr national produzieren, da viele Unternehmen durch Corona gemerkt haben, wie angreifbar sie sind. Aber auch der Staat und die Wirtschaft werden noch über einen längeren Zeitraum zusammen arbeiten müssen, da der Staat schon jetzt sehr durch z.B. Finanzspritzen in die Wirtschaft eingreift. Und auch bei den Parteien könnte sich ein wenig etwas ändern. Z.B. das politische Bild. Viele, die der Politik misstraut haben erkennen jetzt vielleicht, mit welchem Einsatz und wie besonnen und fürsorglich unsere gewählten Politiker handeln. Auch bei dem sozialen Miteinander ändert sich etwas. Durch die Krise gibt es jetzt Nachbarschaftshilfen und jeder geht umsichtiger mit seinen Mitmenschen um. Doch jedoch ist die Scheidungsrate angestiegen, es werden vielleicht Ende dieses Jahres oder Anfang nächstes Jahres ganz viele Babys geboren :)

Abschließend lässt sich sagen, dass um so länger die Krise dauert, umso negativer kann sich Corona auf die Gesellschaft auswirken. Und auch im allgemeinen wird sich vieles ändern. Einige Auswirkungen sind jetzt schon sehr spürbar. Viele Firmen melden jetzt schon Insolvenz an und auch einige Dienstleistungen werden wegfallen, wodurch die Nachfrage geringer sein wird. Doch das alles kann gut gemeistert werden. Aber dafür müssen wir alle zusammenhalten und an einem Strang ziehen. Wir werden noch eine Weile mit dem Virus zu tun haben, da er nicht von heute auf morgen verschwunden sein wird, aber wir müssen Geduld haben, auch wenn es uns schwer fällt. 

 

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