Frau Balnuweit mit Schülern des 9. Jahrgangs und Zwischenergebnissen des Projekts "TreeChecker"

 

Umweltschutz ist momentan in aller Munde, egal, ob es um den Feinstaub von Silvesterböllern, den Klimawandel oder um Plastikmüll in den Weltmeeren geht. Viele fragen sich: Was kann man selbst zum Umweltschutz beitragen?

In einem Interview am 17. Dezember 2018 wurde die Fachbereichsleitung für Naturwissenschaften, Frau Katharina Balnuweit aus der IGS Garbsen, zum Thema „Umweltschule“ befragt. Die IGS Garbsen ist eine der größten Schulen der Stadt und zeichnet sich als Umweltschule des Landes aus, da sie zahlreiche Projekte, Aktivitäten, sowie gute Unterrichtsinhalte fördert. Das Projekt „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“, das "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" zertifiziert, gibt es für alle Schulen in Niedersachsen bereits seit 1955.

Frau Balnuweit ist der Meinung, dass die IGS das Umweltbewusstsein bei der kommenden Generation schärfen muss. Die Projekte, die die IGS Garbsen deshalb auf die Beine stellt, sind zahlreich und vielschichtig, wie z.B.  das PET-Projekt, das von Frau Patatschli geleitet wird. Dort können Schülerinnen und Schüler ihre leeren PET Flaschen in PET-Container werfen. Der Erlös fließt in soziale Projekte. Außerdem setzt sich die IGS auch noch für das Projekt „Wasser für Agnam“ ein, indem es darum geht, Projekten im Senegal zu helfen. Die IGS Garbsen unterstützt, indem sie wie im Jahre 2017, Biogasanlagen spendet, sowie Bäume pflanzen lässt.

In der IGS Garbsen haben die Lehrer die Aufgabe, die Schüler und Schülerinnen über die Mobilität in ihrem Umfeld aufzuklären, indem sie Ihnen zeigen, wie sie ohne den elterlichen PKW mit anderen Verkehrsmitteln, z.B. Bus, Bahn und Fahrrad, aktiver und umweltfreundlicher werden können.

Ein nächstes Vorhaben ist das sogenannte „TreeChecker“- Projekt, indem man verschiedene Bäume bestimmt und die herausgefundenen Daten Baumschulen im Umkreis gibt, um ihnen zu helfen, so viele Bäume wie möglich bestimmen zu können.

 

Auch eine Möglichkeit: Upcycling von Plastikflaschen

 

Frau Balnuweit ist der Meinung, dass die IGS Garbsen viele kleine Projekte hat und man diese zusammenfügen kann, um sie somit übersichtlicher zu machen. Sie erreicht, dass die Projekte weiterlaufen, indem sie Unterstützung von anderen Lehrkräften bekommt, aber auch, weil sie Unterstützung von einer Kollegin aus dem Schulbiologiezentrum erhält. 

Die IGS Garbsen versucht mit den Projekten, die sie auf die Beine stellt oder übernimmt, die Schülerinnen und Schüler über die momentane Situation der Welt, den Klimawandel, sowie die notwendige Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Lebens aufzuklären. Frau Balnuweit wünscht sich für die Zukunft, dass die gestarteten Projekte, wie z.B. Wasser für Agnam und TreeChecker, die sie ausgezeichnet findet, weitergeführt werden, aber auch, dass sie und ihre Kollegen und Kolleginnen weitere neue Projekte auf die Beine stellen können. Ein weiteres Projekt in Planung ist ein Schulgarten für die IGS Garbsen.

Das Thema Nachhaltigkeit ist an Schulen ein großes Thema, so Frau Balnuweit. Schulen können z.B. nachhaltiger werden, wenn sie beim Klassenfrühstück kein Plastikgeschirr, sondern von Zuhause mitgebrachtes Geschirr nutzten. Schüler und Lehrer sollten auch auf ihren Papierverbrauch achten: Man muss nicht für jede Kleinigkeit ein ganzes Blatt Papier verschwenden oder als Lehrer alles für die Schüler kopieren. Informationen können auch an die Tafel geschrieben oder als E-Mails verschickt werden. Eine Methode, um in der Schule Energie zu sparen, ist z.B. das kluge Lüften und Heizen: Beim Lüften des Raumes wird dabei die Heizung runter gedreht und beim Heizen des Raumes werden die Fenster geschlossen.

Mara Gewinner und Marina Weber

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