(Quelle: pixabay.de)

Alles wird besser, es ist nur für kurze Zeit, es ist nicht so schwer.“

Kennt ihr den Satz noch? - Ich - Nicole, aus dem 8. Jahrgang -  nämlich schon!  Diesen Satz sagten uns viele und immer wieder und wir glaubten es auch...naja einige von uns und jetzt sitzen wir zu Hause. Gucken wir Filme.?! Ja! Haben wir Freizeit?! Ja! Machen wir die Aufgaben.?! Ja, aber wie wir sie machen und was uns das kostet, ist die andere Frage.

Aber jetzt mal zum wichtigen: Wie läuft der Tag denn Zuhause ab? Wie teilen wir uns die Zeit ein? Wie fühlen wir uns dabei und was für Gedanken gehen uns durch den Kopf? Wie das alles begann, erzähle ich jetzt und hier. So wie alle wissen, begann das Homeschooling am 16.3.2020 und wird bis zum 3.6.2020 weitergehen. Viele Klassen kamen schon früher in die Schule, da sie Prüfungen hatten. Fast 3 Monate saß man Zuhause und erledigte die Aufgaben, die wir per Email bekamen. Das Thema Internet war für uns Jugendliche schon immer wichtig, aber wie wichtig ist es jetzt...?

Und genau so und nicht anders läuft es jetzt für uns ab. Auch wenn wir Zuhause sind, müssen wir trotzdem Unterricht machen und es liegt nicht im Interesse des Lehrers, sondern in unserem, denn wir sind die, die am Ende einen guten Abschluss kriegen wollen und Corona sollte uns davon nicht abhalten.

In jeder Schule gibt es eine Schulwebsite und jeder Schüler hat eine eigene Email-Adresse. Jeder Woche bekommen wir Aufgaben von unseren Lehrern per Email zugeschickt. Diese Aufgaben müssen wir innerhalb einer bestimmten Zeit erledigen und denn Lehrern schicken, damit sie es korrigieren können und uns bei Bedarf eine Rückmeldung schreiben. Somit können die Lehrer auch außerhalb der Schule gucken wie unsere Leistungen sind und sich ein Bild von unseren Arbeitsfähigkeiten machen. Aber man darf es nicht falsch verstehen und sagen das die Lehrer uns nicht helfen, den so ist es nicht! Man kann sich mit den Lehrern in Verbindung setzen und um Hilfe  bitten.  Dafür haben die Lehrer verschiedene Zeiten wo man sie kontaktieren kann zum Beispiel: Von 8:00-11:00 Uhr.  Ebenfalls kann man ihnen jeder Zeit eine Email schreiben oder mit Erlaubnis der Lehrer, sie per Telefon oder Whatsapp zu kontaktieren. Aber auch die Klassenkameraden, Freunde, Familienmitglieder und Bekannte stehen zu Verfügung. In dieser Zeit ist Partnerarbeit komplett erlaubt. Man könnte sagen das, dass was wir jetzt durchmachen schlecht ist und ja man kann nicht sagen, dass das gut ist, da wir viel was Schule angeht verpassen, da mehrere Themen nicht erlaubt sind, weil es zu schwer ist sie sich selber beizubringen.

Aber andererseits... was für eine Chance haben wir jetzt selber zu lernen und uns Sachen selbst beizubringen, denn später wenn wir älter werden, werden wir wahrscheinlich keinen mehr haben, der uns die Sachen oft erklärt oder sie uns überhaupt erklärt. Wir werden auf uns alleine gestellt sein und genau jetzt haben wir die Chance das zu lernen... Wenn man sich das so anhört, erscheint es für manche vielleicht einfach und für andere eher schwer.  Man kann nicht sagen, dass eine dieser Meinungen richtig und die andere falsch ist, denn jeder hat seine Meinung und seine eigene Art mit dieser Situation umzugehen.  Während es für den einen einfach ist alleine zu lernen und sich Sachen selber beizubringen ist es für den anderen alles andere als leicht. Mehreren Schülern fehlt die richtige Motivation schon in der Schule, zuzuhören und richtig mitzuarbeiten, dann muss man bedenken und auch verstehen können, dass Homeworking für uns nicht weniger anstrengend ist. Die ganze Situation jetzt ist neu für uns und wir versuchen auch so gut wie es geht damit umzugehen. Ich meine keiner von uns will am Ende schlecht abschneiden.

Die zwei wichtigsten und schwersten Sachen für uns sind jetzt: Zeit und Motivation

Diese zwei Sachen sind für uns jetzt besonders schwer. Denn wir sind auch noch Kinder und die ganze Sache mit Zeit einplanen in der man bestimmte Aufgaben macht, ist für uns nicht so leicht und die Motivation dann noch zu finden, ist noch schwerer! Wir fühlen uns überfordert, haben das Gefühl, dass wir nichts hinkriegen und am Ende des Tages hasst man sich selbst, weil man einfach nicht früher mit diesen Aufgaben angefangen hat, weil man es immer auf später verschoben hat. Wie schon gesagt, ist das einerseits gut, da wir lernen selbstständig zu sein, selber Sachen einplanen und man selbst für sich und seine Leistungen verantwortlich ist, aber andererseits fehlt einem die Schule, weil da kannst du es nicht verschieben, weil du noch eine Folge deiner Lieblingsserie gucken willst, obwohl wir alle wissen, dass aus einer Folge eine Staffel wird.

 Nein, du hast diesen Zeitplan an den du dich auch halten musst und hast am Ende vielleicht wieder das Gefühl das man alles schafft denn nichts ist unmöglich wenn man es will. Ob die ganze Homeschooling Sache jetzt gut oder eher schlecht war kann letztendlich jeder für sich einschätzen, aber ein gutes Experiment war es auf jeden Fall. Jeder hat sein eigenen Kopf und muss lernen mit ihm umzugehen.

Im Endeffekt wollen wir doch alle dasselbe: eine gute Zukunft.

 

Der Text ist von Nicole T. aus dem 8. Jahrgang im Rahmen einer Homeschooling-Aufgabe im Deutschunterricht von Frau Wesemann entstanden.  

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