(Foto: Marina)

Vielleicht kennt ihr es ja- eine Freundin oder ein Freund von euch kann mega gut zeichnen und ihr seid begeistert von dem echten Aussehen der Bilder. Ihr wollt das auch können? Wenn ja, seid ihr hier genau richtig, denn ich habe viele Tipps, die ich euch geben kann, um eure Zeichnungen echter wirken zu lassen. Was man benötigt und wie man sich Schritt für Schritt verbessern kann, erfahrt ihr hier.

Doch zu erst ist die Frage, welche Materialien man braucht. Viele denken sich beim Zeichnen oder Malen, braucht man ein paar Buntstifte und ein Blatt Papier. Dies ist allerdings nicht ganz richtig. Je nach dem, ob die Zeichnug schwarzweiß werden soll oder kunterbunt gibt es mehrere Utensilien, die man verwenden kann, um seine Kunst realistisch aussehen zu lassen.

Was man alles benutzen kann/ sollte: Zeichenpapier, Farbstifte, Radiergummis, Bleistifte, Papierwischer oder Wattestäbchen und einen weißen Stift.

(Warum nicht nur ein Blatt Papier und ein Bleistift? - Das werde ich unter der Überschrift "Zum Zeichnen" verraten.)

(Foto: Marina)

Tipp: Nehmt etwas dickeres Papier, aber kein Fotopapier. (So gut wie alle Skizzenbücher habe dickere Seiten.) Dieses Papier knickt nicht so schnell, hat eine bessere Qualität und eine eine rauere Oberfläche, wodurch das gezeichnete besser zum Ausdruck kommt. Ebenso wäre es gut, wenn eurer Skizzenbuch die Ringe oben oder an der Seite des Papieres hat und es die Möglichkeit gibt die Blätter einzelt aus dem Block zu reisen. Das hat den Vorteil, dass die Blätter leichter um zu schlagen sind und die Chance das das Papier knickt noch geringer ist. Am besten ist daher meiner Meinung nach das Skizzenbuch ganz links im Bild. Weniger gut ist das Skizzenbuch ganz rechts, da dies wie ein Buch aufgebaut ist und alle Seiten aneinander kleben, weshalb es schwer ist die Seiten kreativ zu bemalen.

(Marina Weber)

Das muss man lernen:

Zum schnelleren Zeichnen lernen und weniger ständiges üben, üben und üben habe ich nun drei Bereiche, die wichtig sind. Für diese drei Bereiche müssen wir erst die Augen von unseren Zeichenpapier nehmen. Wichtig ist es zuerst Sehen zu lernen. Das hört sich etwas komisch an, doch erkläre ich es euch erstmal. Wenn man ein Bild vor Augen hat, welches man zeichnen will, sollte man den Aufbau mit allen Linien und Winkeln des Bildes kennen. Das bedeutet, dass man weiß, wo sich Schatten befindet und von wo das Licht kommt. Ebenso hat jedes Bild, egal ob Stillleben, Natur oder Porträt Linien, die über das ganze Bild verteilt sind. (Besonders Porträtzeichnungen haben eine Menge dieser Linien, da man zur Orientierung ein Raster zeichnet um zu sehen auf welcher Höhe sich Nase, Augen Ohren und so weiter befinden.) Bei einer Naturzeichnung ist die bekannteste und auffälligste Linie zwischen Erde und Himmel. (Auch Horizontlinie genannt.) Wenn ihr wisst, wo sich diese Linien und Winkel auf eurem Papier befinden sollen, könnt ihr weiter machen.

Doch ist dies nicht immer sehr einfach. Daher könnt ihr als Hilfe beobachten. Damit meine ich, dass ihr euch Bilder angucken solltet, die zu euren Zeichnungen passen. Sucht euch Bilder aus dem Internet, von Freunden, von Pinterest oder von Instagram. Guckt euch diese Bilder genau an und versucht diese Linien und Winkel zwischen den Objekten auf dem Bild zu erkennen. (Für viele bestimmte Dinge wie Gesichter und Körper gibt es viele verschiede Raster die ihr euch bei Bedarf ansehen könnt.)

Seht euch an, von wo das Licht scheint und wo der Schatten liegt. Dies hilft einem am besten den richtigen Überblick zu haben und sofort zu erkennen, wie man etwas zeichnet. Wenn ihr keine Bilder finden solltet, nehmt euch euer Handy oder eine Kamera zur Hand. Fotografiert dann die Landschaft oder euer Objekt, das ihr zeichnen wollt und guckt euch dieses genau an. Versucht dann dieses Bild zu zeichnen. Das ist allerdings eine Sache, die man oft üben muss, bis es einem gefällt. Wenn man dies aber drauf hat, kann man die ganzen Winkel und Linien vergessen und einfach loslegen.

Bevor es los geht: Sorgt dafür, dass ihr genug Platz auf eurem Schreibtisch habt. Ihr solltet auch eine Unterlage benutzen, wenn ihr auf einem einzelenden Blatt zeichnet und nicht im Block. Eure Farbstifte und Buntstifte sollten immer angespitzt sein, damit alle Linien genauer und sauberer werden.

Zum Zeichnen:

Fangt nun mit einem Bleistift an zu zeichnen. Dieser Bleistift sollte etwas härter sein, also eine Stärke zwischen 3H und HB haben. Drückt am Anfang noch nicht doll auf und versucht erstmal alle Umrisse und Linien zu zeichnen. (Dadurch kann man alles besser wieder wegradieren falls es einem nicht gefällt oder die Größenverhältnisse nicht stimmen.) Wenn dies fertig ist, müsst ihr anfangen eure Objekte auszumalen. (auch kolorieren genannt.) Dafür solltet ihr die hellste Farbe benutzen--→

Benutzt unbedingt mehrere Helligkeitsstufen, egal ob ihr schwarzweiß zeichnet oder bunt. Dabei sollte man immer mit dem hellsten Ton anfangen und mit dem nächst dunkleren die Stellen dunkler malen, andenen Schatten liegt. Dieses wiederholt ihr immer wieder. Desto mehr mehr Stifte ihr von einer Farbe habt, desto besser und echter kann die Zeichnung wirken! Achtet dabei darauf, dass der Schatten klar zu erkennen bleibt und die Abstufungen zwischen Licht und Schatten nicht zu stark sind. Es sollte zwischen Licht und Schatten ein Übergang zu erkennen sein.

Hier sind drei Bilder auf dehnen man es besser erkennen kann. Für das erste Bild habe ich nur die Stärke 2H benutzt. Auf dem zweiten Bild 4 Stärken (2H, H, HB und 2B).Das letzte Bild sieht am realistischsten aus. Dies habe ich mit den Stärken 2H, H, HB, 2B, 3B 4B und 5B gezeichnet.

 

  (Marina Weber)

(Möchte man allerdings Landschaften oder anderes zeichnen, sollte einem bewusst sein, dass Farben im Hintergrund blasser und heller sind. Die Farben im Vordergrund sind eher dunkler und kräftiger, sowie wärmer als die im Hintergrund. Desto weiter hinten sich ein Objekt befindet, desto kleiner ist dieser.)

 

Für besondere Effekte: Nun, um euer Bild nochmal zu verschärfen kann man den weißen Stift und einen Papierwischer wie im zweiten Bild nutzen. Mit dem weißen Fineliner kann man die hellen und leuchtenden Stellen verstärken. Wichtig ist hierbei das man es nicht übertreibt und Linien zieht, weiße Punkte sehen nicht passend und unecht aus, vor all dem, wenn man Haare, Blätter oder Fell zeichnet. (Allgemein bei Objekten die Länger sind, wie Baumstämme, Zeune und Wände.)

Der Papierwischer sorgt dafür, dass Stellen verschwommender und weniger hart aus sehen. Allerdings gibt es verschiedene Dicken von einem Papierwischer, weshalb man drauf achten muss, dass man die richtige Dicke wählt, damit die Stellen nicht zu verschwommenen sind. Ebenfalls kann dies auch echter und eleganter wirken. Bei Objekten im Hintergrund oder wenn man Neben zeichnen möchte ist dieser "Stift" also genial.

(Marina Weber)

Hier nocheinmal paar Punkte die man bedenken und beachten muss:

- Details:
Jedes Detail ist wichtig. Eine realistische Zeichnung setzt sich aus vielen kleinen Details zusammen und desto mehr man sein Motiv studiert hat, desto mehr Details erkennt man und desto aufregender und realistischer sieht die Darstellung aus.

- Einfach zeichnen:
Egal wie talentiert jemand ist, Übung ist der Schlüssel zum Erfolg.
Hin und wieder ein paar Skizzen oder kleine Zeichnungen zu machen, verhilft ebenfalls die Fähigkeiten zu erweitern. Wann immer man sich danach fühlt, kann man den Skizzenblock oder etwas Zeichenpapier zur Hand nehmen und los zeichnen. Das sorgt für gute Laune und gute Ergebnisse.
Habe Geduld und nimm dir Zeit. Genau wie jeder Sportler trainieren muss, muss jeder Künstler viel zeichnen um weiter zu kommen.

- Kein Stress:
Der Schlüssel zu jeder realistischen detaillierten Zeichnung ist Geduld. Sobald man unruhig wird und anfängt schlampig zu werden, ist es besser eine Pause zu machen und den Kopf frei zu bekommen. Zeichnen ist kein Rennen.

- Motivwahl:
Die besten Zeichnungen entstehen, wenn man ein Motiv/ Objekt wählt, das einem auch selbst gefällt und mit dem man eine Verbindung aufbauen kann.
Es ist gut, wenn einem klar ist was man mit der Zeichnung beabsichtigt, egal ob es nur eine Skizze, eine Übung oder ein komplexes Kunstwerk ist. Ich habe für gewöhnlich die Absicht, ein Gefühl oder auch ein Bild im Kopf, das ich darstellen möchte, bevor ich mit einer neue Zeichnung beginne. Zudem muss man sich bewusst sein, dass ein schönes Foto nicht automatisch ein gutes Motiv für eine Zeichnung ist.

- Eigener Stil:
Man kann von anderen Künstlern lernen, aber es bringt nichts sie zu kopieren. Finde deinen eigenen Stil. Schlussendlich ist es das, was deine Zeichnungen einzigartig macht.

- Hell und Dunkel:
Die richtige Schattierung macht eine Zeichnung erst realistisch und und dreidimensional. Licht und Schatten ist das "A und O"
 

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