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In den letzten Tagen und Wochen hat jeder schon drüber gesprochen. Viele ärgern sich auch in diesem Jahr sehr darüber - ich meine natürlich die Durchführung der Abschlussprüfungen. Jeder hat eine eigene Meinung zu dem Thema, doch warum diskutieren Politiker das Thema so stark und was sind Vor- und Nachteile der Prüfungen? 

Gegen Prüfungen spricht, dass die Schüler und Schülerinnen nicht alle Themen vollständig behandeln konnten, was daran liegt, dass es weniger Unterricht gab und die Lehrkräfte keine neuen Lehrmaterialien verteilen dürften. Außerdem würde in jedem Bundesland der Abschluss genehmigt werden, somit könnte beispielsweise ein Schüler aus Bayern ohne Probleme ein Studium in Sachsen-Anhalt absolvieren.

Viele Eltern hingegen sind der Meinung, dass Schüler* innen mehr Zeit als normal hatten sich vorzubereiten, aufgrund des langen Aufenthalts zu Hause. Viele Schüler*innen lernen auch intensiver für die Prüfungen - man kann ohnehin ja nicht so viel anderes machen.

Das sehen die meisten Schüler*innen anders, da sie das Gefühl haben schlechter vorbereitet zu sein, da sie weniger Unterricht als ihre Vorgänger hatten. Zu beachten ist auch, dass jedes Bundesland unterschiedliche Schulstarttage hatte, weshalb die Vorraussetzungen für die Prüfungen nicht gleich und damit auch nicht gerecht wären. Das sorgt ebenfalls dazu, dass Schüler*innen jetzt zum Beispiel nicht einschätzen können, ob sie richtig vorbereitet sind und ob sie genug gelernt haben.

Auf der anderen Seite sagt man, dass Abschlussprüfungen für alle Abschlussjahrgänge sinnvoll sind, da man durch die Prüfungen seine Noten und seinen Gesamtdurschnitt noch verbessern kann, was beispielsweise sehr gut für Schüler*innen sein könnte die notentechnisch "auf der Kippe" stehen.

Gegen die Prüfungen spricht aber auch, dass man sich nicht mehr großartig verbessern kann. Das liegt daran, dass die Noten der Schüler und Schülerinnen zu 2/3 schon fest stehen. Deshalb empfinden viele Schüler*innen die Prüfungen als unsinnig empfinde. Vor allem auch, weil auf den Gymnasien Schüler*innen auch keine Prüfung in der 10. Klasse ablegen müssen und dort "einfach" in die 11. Klasse versetzt werden. Das finden viele meiner Mitschüler*innen ebenfalls ungerecht.

Auch viele Lehrer*innen finden das Vorgehen die Prüfungen in diesem Jahr durchzuführen nicht nachvollziehbar.  Zum Teil sind ja nicht alle Themenbereiche vollständig unterrichtet worden und sie hätten ihre Schüler*innen gerne besser auf die Prüfung vorbereitet.  Eine häufige Angst ist, dass  viele Schüler*innen überfordert sind und  beispielsweise in der Zukunft durch schlechtere Ergebnisse, die sie jetzt vielleicht haben, größere Angst vor anderen Prüfungen entwickeln. 

Ich selbst allerdings denke, dass es sinnvoll wäre, wenn die, die nicht weiter gehen, sondern eine Ausbildung oder anderes beginnen die Prüfungen schreiben, da sie somit eine Übung für ihre nächsten Prüfungen haben, die sie zum Beispiel am Ende einer Ausbildung haben werden.

Trotzdessen wäre es wohl eine starke Zumutung gegenüber den Schüler*innen, die besonders überfordert in dieser Lage sind. Das liegt daran, dass sie mehr auf sich selbst gestellt sind und nicht jeder damit gut umgehen kann. Das alles würde vorraussichtlich für eine steigende Aufregung sorgen, wodurch in den Prüfungen selbst auch mehr Flüchtigkeitsfehler passieren könnten.

Eltern behaupten wiederum, dass damals auch jeder eine Abschlussprüfung schreiben musste und das sich drum gekümmert wurde, dass das jeder schafft, egal in welcher Situation man sich befand. Ein häufig genannter Grund dafür ist, dass sie dadurch besser gelernt haben mit Stress umzugehen und nun wissen, wie wichtig es ist sich einen Lernplan zu erstellen sowie genug Zeit einzuplanen. Ein Beispiel wäre das Schüler die keine Prüfung schreiben, vielleicht erst später merken, dass sie damals nicht genug gelernt hatten, was für Probleme an ihrer Lehrstelle führen kann.

 

Alle hier genannten Argumente haben Einfluss auf die letzendliche Entscheidung. Doch sind auch nicht alle Argumente gleich stark. Ich als Schülerin allerdings, kann beide Seiten gut nachvollziehen und akzeptiere beide Meinungen. Doch haben für mich die Prüfungen nur Vorteile, da ich in manchen Fächern zwischen zwei Noten stehe, wodurch ich durch eine gut geleistete Prüfung die bessere Note bekommen könnte. Auch  die verminderte Stundenanzahl, die wir jetzt in der Schule verbringen, als im Normalfall, sorgt dafür, dass ich mehr Zeit für Prüfungsaufgaben habe. Gleichzeitig sind die Lehrer*innen aber sehr bemüht die Prüfungsvorbereitung in den einzelnen Fächern so effizient und gut wie möglich zu gestalten.  Zudem bin ich der Ansicht, dass dies ein sehr komplexes Thema ist, aufgrund der vielen Vor-und Nachteile, die die Prüfungen in diesem Jahr mit sich bringen.

 

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