(Foto: Herr Nordmeyer)

Wir haben nun "verlängerte" Ferien und wir Schüler können weiter zu Hause sein und unsere freien Tage genießen. Habt ihr euch aber schonmal gefragt, der Schulleiter, die Sekretärinnen und die Didaktische Leiterin so in den Ferien machen? Viele Schülerinnen und Schüler sagen, dass Lehrerinnen und Lehrer in den Ferien zu Hause "rumsitzen" und unsere E-Mails nicht beantworten wollen, damit sie mehr frei haben. Ich allerdings habe mich dazu beschlossen diesem Mysterium mal auf den Grund zu gehen und habe viele E-Mails mit Fragen dazu geschrieben. Tatsächlich habe ich viele unterschiedliche Antworten zu meinen Fragen bekommen. Diese würde ich euch nun gerne präsentieren, um das Bild vieler Schüler vom Arbeits- und Ferienalltag der Lehrerinnen und Lehrer auf den Prüfstand zu stellen. (Es gibt nämlich ganz schön viel zu tun!) Ebenso bekommt man dadurch einen guten Überblick in die verschiedenen Arbeitszweige an unserer Schule und erfährt, was es alles für Aufgaben zu erledigen gibt.

Meine Fragen waren:

1. Gibt es in den Ferien genauso viel zu tun wie in der Schulzeit?

2. Gibt es Aufgaben, die es nur in den Ferien zu erledigen gibt?

3. Was sind Aufgaben, die Sie am meisten erledigen?

4. Machen Sie ihre Aufgaben zu Hause oder müssen Sie für bestimmte Dinge/Anlässe in der Schule sein?

5. Welche Aufgaben machen Sie am liebsten? Welche nicht so gerne?

Grundlegendes und Aktuelles:

Zu erkennen war deutlich, dass es immer etwas zu tun gibt. Alle Befragten gaben mir die Antwort immer sehr beschäftigt zu sein, da Ferien für uns Schüler nicht gleich Ferien für unsere Lehrkräfte sind. Viele sagten mir, dass sie jetzt Zeit haben für Dinge, die sie immer aufgeschoben haben. Auch Schreibtische sortieren und sauber machen, ist eine Aufgabe die viele nun erledigen. Auch Emails löschen, speichern und schreiben ist eins der täglichen Erledigungen der Befragten. Zudem berichtete mir Herr Yalcinkaya, dass die Schulleitung keine Ferien hat, sowie dass es keine Ferienregelung für die Schulleitung gibt. Außerdem müssen sie zweimal in der Woche in der Schule sein und immer über Telefon erreichbar sein. Ausgenommen sind natürlich die Feiertage. Hausmeister und Sekretärinnen hingegen arbeiten normal weiter oder nehmen Urlaub. (Dazu Frau Dethleffsen: ,, Zum Glück lässt regelmäßig das Arbeitsaufkommen in den Ferien nach, da passiert nicht viel außer etwas Post, und Mails, die eingehen,. Wir können und sollen sogar aus diesem Grund unseren Urlaub in den Ferien nehmen.")

Hinzufügend kann man aber sagen, dass für alle Mitarbeiter unserer Schule kein Urlaub besteht, da es immer etwas zu tun gibt und besonders momentan durch die Umstände von Corona. Daher müssen viele bei ihrer Arbeit dabei bleiben und die Sekretärinnen und der Schulleiter haben es nun besonders viel mit Telefonaten und Mails durch die Landesschulbehörde zu tun. Aber auch weiterhin bekommt die Schule viel Post, um die sich ebenso gekümmert werden muss. Neben dem ganzen Stress kommt hinzu, dass die Planung für das Schuljahr 2020/2021 folgt und schon geplant werden muss. Auch der Stundenplan für die ganze Schule wird bereits geplant, was genauso zeitaufwendig ist. Die Unterrichtsplanung steht außerdem noch an. Ebenfalls gibt es viele Eltern-und Schüleranfragen, wofür die Stufenleiter verantwortlich sind.

 

1. Was sind Aufgaben, die sie in jeder Ferienzeit erledigen müssen/ Gibt es Aufgaben, die es nur in den Ferien gibt, wenn ja, welche?

Gesamtschulrektor/Leiter Sekundarstufe 1, Herr Donat:

Meine Tätigkeitsfelder sind in dieser Zeit sicherlich Fragen hinsichtlich der Anmeldung für den neuen 5. JG zu beantworten und ggf. Eltern zu beraten. In den Zeiten von Corona ist hier auch immer noch die Frage, wie es nach Ostern weitergehen wird. Da wir als Schule eine Notbetreuung im Juniorclub haben, gilt es diese zu planen/organisieren und als Schulleitung immer ansprechbar zu sein, sollte es Schwierigkeiten oder Fragen geben. Grundsätzlich haben wir als Schulleitung eine Anwesenheitspflicht auch innerhalb der Ferien am Dienstag und Donnerstag. Jetzt aktuell, aber an jedem Tag. Wir sind ansprechbar, falls die Landesschulbehörde etwas möchte oder Erlasse weitergibt oder in diesen Zeiten uns anweist, wie wir mit verschiedenen Situationen umgehen können. Außerhalb dieser Anwesenheitspflicht ist es meine Aufgabe zusammen mit den Jahrgangsleitungen bereits das nächste Schuljahr zu planen.

Fachbereitsleiter Ganztag/Freizeit, Herr Nordmeyer:

In der unterrichtsfreien Zeit (Ferien) habe ich als Lehrer, Fachbereichsleiter Ganztag und Mitglied der Schulleitung verschiedene Aufgaben: Als Lehrer korrigiere ich z.B. gerade Facharbeiten von Schüler*innen des zwölften Jahrgangs, erarbeite Zwischennoten für meine Kurse und Klassen, überarbeite meine Dalton-Pläne wegen der Corona-Schließung und versuche, die Inhalte für den Rest der Zeit in diesem Schuljahr zu reduzieren. Als Fachbereichsleiter bereite ich gerade anhand der Wünsche der Lehrer*innen die Arbeitsgemeinschaften für die kommende Unterrichtsverteilung und die folgenden AG-Wahlen vor. Außerdem plant Chancenwerk ein Online-Nachhilfe-Angebot für die Teilnehmer*innen, was wir als Schule unterstützen wollen. Als Mitglied der Schulleitung muss ich momentan alle Informationen rund um die Covid-19-Krise registrieren, mit meinen Kolleg*innen diskutieren und Entscheidungen treffen. Das läuft per Email oder Videokonferenz. Außerdem haben wir als Schulleitung Präsenzzeiten in der Schule. Nur in den Ferien hat man übrigens als Schulleitungsmitglied Zeit für Dinge, die man nicht in der Schulzeit schafft.

Sekretärin, Frau Dethleffsen:

Es gibt für mich keine Aufgaben, die in den Ferien erledigt werden müssen, und ich habe keine Aufgaben, die nur in den Ferien anfallen. Allerdings ist es von Vorteil, dass ich in den Sommerferien in Ruhe (ohne Schülerinnen und Schüler) alles abarbeiten kann, bevor ich selber in Urlaub gehe.

Didaktische Leiterin, Frau Wolf:

In den Ferien habe ich meistens einige Tests zu korrigieren und oft eine Oberstufenklausur. In den Ferien bereite ich meistens meinen Unterricht inhaltlich vor, d.h., ich lese für Geschichte oder Deutsch, mache mir Notizen, suche Quellen etc. In den Osterferien beginnen die ersten Recherchen für die mündlichen Abiturprüfungen. Welche Texte und Quellen passen zum Thema und sind sie geeignet für eine mündliche Prüfung? In den ersten Ferientagen räume ich meistens mein Büro auf, weil ich dazu sonst nicht komme. Aufräumen heißt abheften, aber auch alte Mails löschen oder abspeichern. In den letzten Tagen vor Schulbeginn finden Schulleitungssitzungen statt; dies besonders in den Sommerferien, da ja das neue Schuljahr vorbereitet werden muss. Dort finden auch Konferenzen mit allen Kollegen statt.

Schulleiter, Herr Hadaschik:

Ich gehe davon aus, dass du nur die Aufgaben meinst, die unter das Arbeitsfeld des Schulleiters fallen - oder? Nun, Aufgaben, die es nur in den Ferien zu bearbeiten gibt, kann ich dir nicht nennen, denn auch in den Ferien muss der Kontakt zu den Behördenmitarbeitern und zur Stadt gehalten, Anfragen beantwortet und Informationen weitergeleitet, Gutachten für zu verbeamtende Lehrkräfte geschrieben und das restliche Schuljahr geplant werden. Den einzigen "Vorteil", den die Ferien haben, ist, dass die Schule nun "leer" ist und nur einige wenige Lehrkräfte da sind, um die Dinge zu erledigen, die von Zuhause aus nicht erledigt werden können.
Eigentlich nutze ich die Zeit in den Ferien stets dafür, meinen Schreibtisch aufzuräumen. Leider bin ich in diesen wg. der Corona-Krise ganz besonderen Ferien auch dazu noch kaum gekommen.

 

2. Gibt es in den Ferien auch so viele Erledigungen wie in der Schulzeit? 

Gesamtschulrektor/Leiter Sekundarstufe 1, Herr Donat:

Insgesamt sind in den Ferien nicht so viele Dinge zu erledigen, bzw. man wird mit Erledigungen schneller fertig, da der "Publikumsverkehr" und andere "Unterbrechungen" so gut wie kaum vorkommen und man die Arbeiten schnell und effektiv erledigen kann.

Stellvertretender Schulleiter, Herr Yalcinkaya:

In der Regel ja. Man schafft nur mehr, da wir nicht unterrichten müssen. Wenn nichts zu tun ist, nehmen wir unsere Urlaubstage und bleiben zu Hause.

FBL Ganztag/Freizeit, Herr Nordmeyer:

Zu 2.: Ich mache in den Ferien meistens andere Dinge als sonst: Ich stelle Pädagogische Mitarbeiter*innen ein, führe Gespräche mit der Landesschulbehörde, kümmere mich um die Arbeitsverträge der Sozialpädagoginnen, plane neue Arbeitsgemeinschaften und führe Personalgespräche mit den Mitarbeiter*innen und der Mensa-Leitung. Insgesamt kann ich nicht sagen, ob es mehr oder weniger Arbeit ist, Zeit für Freizeit bleibt aber auch.

Sekreträrin, Frau Dethleffsen:

Nein, ohne Schülerinnen und Schüler, ohne Lehrkräfte ist es an meinem Arbeitsplatz deutlich ruhiger, da ich ja keine "Kundschaft" habe, es kommen nur ein paar Anrufe, Mails und Post, man hat Zeit für das Archiv, Statistik und Datenpflege.

Didaktische Leiterin, Frau Wolf:

In den Sommerferien gibt es weniger zu tun als während der Schulzeit, in den Herbst- Weihnachts- oder Osterferien hängt es davon ab, wie viele Klausuren und Test vorher geschrieben wurden. Ich hatte schon Ferien, da habe ich jeden Tag viele Stunden korrigiert. Als Didaktische Leiterin habe ich aber weniger Klassen und Kurse und deshalb auch nicht mehr so viele Klausuren. Dafür bin ich während der Schulzeit oft lange in der Schule und arbeite dort in meinem Büro. Einen Teil der Ferien nutze ich für die Erholung. Wenn es geht, verreise ich auch.

Schulleiter, Herr Hadaschik:

Vieles kann ich auch von zu Hause aus erledigen, z. B. E-Mail-Anfragen beantworten, Informationen weiterleiten, Anrufe tätigen oder Gutachten schreiben. Allerdings schaffe ich in der Schule oft mehr, denn dann kann ich mich ganz auf die Arbeit konzentrieren. Zu Hause gibt es immer die eine oder andere Ablenkung, sei es durch meine Frau, unsere Kinder und/oder unsere Tiere. Auch fühle ich mich bei Telefonaten über mein Diensttelefon in der Schule einfach wohler - und meine telefonischen Gegenüber vermutlich auch, denn diese haben nach meinem Gefühl doch größere Hemmungen, mich zu Hause über meine privaten Telefonnummern, statt über meine dienstliche Telefonnummer und meinem Diensttelefon anzurufen.

Leiter Sekundarstufe 2, Herr Bellach:

wie jede Lehrkraft korrigiere ich in den Ferien Klausuren und Tests, dabei kann man sich die Zeit natürlich frei einteilen. Die kurzfristige Vor- und Nachbereitung des Unterrichts und der Unterricht selbst entfällt natürlich, daher gibt es schon weniger zu tun als in der Schulzeit.

 

3. Welche Aufgaben machen sie am liebsten?

Stellvertretender Schulleiter, Herr Yalcinkaya:

Am liebsten erstelle ich die Stundenpläne der gesamten Schule. Das macht sehr viel Spaß. Leider ist es aber sehr Zeitintensiv. In den Sommerferien bin ich 3-4 Wochen in der Schule und habe kein Urlaub.

FBL Ganztag/Freizeit, Herr Nordmeyer:

Am liebsten habe ich Kontakt mit Menschen und freue mich auf Begegnungen - die Arbeit am Schreibtisch mache ich auch gerne.

Sekretärin, Frau Dethleffsen:

Ich schätze an meiner Arbeit am meisten die Abwechslung der verschiedenen Aufgaben, den Kontakt zu Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Kolleginnen und Kollegen, (und das fehlt mir auch schon:))

Didaktische Leiterin, Frau Wolf:

Ich unterrichte sehr gerne, besonders wenn die Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern gut ist. Meistens gelingt mir das. Auch finde ich die Inhalte meiner Fächer Geschichte, Deutsch, Gesellschaft und Pädagogik richtig interessant und ich freue mich, dass ich noch so viel Neues bei der Unterrichtsvorbereitung und im Unterricht lernen kann. Oft haben die Schüler einen ganz anderen Blick auf die Unterrichtsinhalte als ich und das ist interessant. Als Didaktische Leitung arbeite ich sehr gerne mit den Lehrerinnen und Lehrern daran, die Schule zu verbessern, neue Konzepte zu schreiben oder auch alte zu überarbeiten. Auch Konferenzen vorzubereiten und zu leiten gehört zu der Arbeit, die ich gerne machen. Da wir eine kollegiale Schulleitung sind, gibt es auch hier viel Austausch mit den Kollegen. Gerne arbeite ich auch mit anderen Lehrern an der Erstellung der Dalton-Pläne. Ich plane gerne Unterricht und der Austausch mit Fachkollegen verbessert die Planung noch.

Schulleiter, Herr Hadaschik: 

In den Ferien läuft der Alltag "entschleunigter", denn es fallen viele Termine (z. B. Konferenzen, Dienstbesprechungen, Abendtermine etc.) weg. Auch die vielen Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen, die im Schulalltag ad hoc geführt werden, Unterrichtsbesuche und -nachbesprechungen etc. fallen weg. Allerdings sind wg. der Corona-Krise diese Osterferien schon besonders, denn es kommen nahezu täglich neue Informationen aus dem Kultusministerium und der Landesschulbehörde herein, die umgesetzt oder weitergeleitet werden müssen. Es gibt auch mehr Anfragen und Hinweise von Lehrkräften und Eltern als sonst in den Ferien. Außerdem entwickeln wir wohl alle mittlerweile Szenarien, wie es ab dem 20. April weitergehen könnte. All´ das trägt dazu bei, dass ich in diesen Osterferien (noch) nicht das Gefühl habe, mich in irgendeiner Weise erholt zu haben. Aber ich habe mir vorgenommen, zumindest in den nächsten drei Tagen bis zum Osterfest nun nicht mehr in die Schule zu fahren und auch nur einmal am Tag meine Dienstmails abzurufen. Meine Frau wird mich in diesem Vorhaben sicherlich unterstützen...

 

4. Können sie ihre Aufgaben zu Hause erledigen oder müssen sie für manche Aufgaben auch in die Schule fahren um diese zu bearbeiten?

Gesamtschulrektor/Leiter Sekundarstufe 1, Herr Donat:

Desweiteren sitze in an den Prüfungsplanen für die Hauptschulprüfung in 9 und den Abschlusspüfungen des 10. Jahrgangs. Dieses kann ich aber auch bequem im home-office erledigen. Anfragen von Eltern, Schüler oder Kollegen werden fast ausschließlich per E-mail gestellt, so dass auch dieses bequem im home-office erledigt werden kann. Einige Erledigungen sind aber auch nur in der Schule zu erledigen, da die Akten sich in der Schule befinden und man hierauf zugreifen muss.

Stellvertretender Schulleiter, Herr Yalcinkaya:

Da ich nur 2 Km weg wohne, habe ich meine Unterlagen in der Schule. Im Moment muss ich zur Schule fahren. Mailverkehr geht aber auch von Zuhause aus.

FBL Ganztag/Freizeit, Herr Nordmeyer:

Vieles kann ich zurzeit auch von Zuhause machen, aber einmal pro Woche muss ich in die Schule, um dort präsent zu sein und offizielle Termine wahrzunehmen.

Sekretärin, Frau Dethleffsen:

Durch I-Serv kann ich Mails auch von zu Hause aus bearbeiten, ich schaue regelmäßig nach, ob Informationen zur Corona-Situation oder Dienstanweisungen kommen, auch in den Ferien. Für die Erledigung von wichtigen Schreiben, für die ich die Akten benötige oder die Unterschriften der Schulleitung einholen muss, muss ich dann doch in die Schule kommen. Home-Office würde nur sehr eingeschränkt möglich sein. Zuletzt war ich Freitag in der Schule, da ging es um die Traueranzeige für unseren ehemaligen didaktischen Leiter, Rolf Doelle. Trotz des traurigen Anlasses habe ich mich gefreut, einzelne Kolleginnen und Kollegen und Lehrkräfte zu treffen. Ansonsten habe ich aber Urlaub und nach den Ferien schauen wir mal, wie es weitergeht.

Didaktische Leiterin, Frau Wolf:

Zu Hause bereite ich meinen Unterricht vor und korrigiere, dazu habe ich in der Schule keine Ruhe und mein Material ist in meinem Arbeitszimmer. In der Schule bearbeite ich alles, was zu den Aufgaben der Didaktischen Leitung gehört, dort steht in meinem Büro und in meinem PC alles, was ich dafür benötige. Vieles wird im Austausch mit anderen entwickelt und da ist die Schule der richtige Ort.    Was alles in meinen Aufgabenbereich gehört, findest du auf der Homepage unter „Schulleitung“. Ich bin eher ein kommunikativer Mensch und deshalb ist mir mich die Schule der richtige Ort.

Leiter Sekundarstufe 2, Herr Bellach:

Außerdem beschäftigen sich die Stufenleitungen schon mit dem Unterrichtseinsatz für das nächste Schuljahr. Zu Hause mache ich nur die langfristige Vorbereitung des Unterrichts wie zum Beispiel neue Daltonpläne und die Korrekturen von Tests und Klausuren, alle anderen Aufgaben erledige ich in der Schule.

Schulleiter, Herr Hadaschik:

Was mir unheimlich viel Freude macht, ist der Umgang mit Schülerinnen und Schülern, denn ich habe mir seinerzeit ja ganz bewusst den Beruf des Lehrers gewählt. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres als mitzuerleben, wie junge Menschen sich nach und nach wunderbar entwickeln und zu wissen, dass ich dazu einen Beitrag geleistet habe. Leider habe ich jetzt kaum noch Unterricht, so dass ich die Entwicklung von Schüler*innen kaum noch direkt beeinflussen kann. Dafür habe ich jetzt mehr mit den Lehrkräften zu tun und konnte aufgrund des Generationenumbruchs im Kollegium (mehr als 80 Lehrkräfte haben in den sechs Jahren, seitdem ich Schulleiter bin, die Schule aus Altersgründen verlassen und mehr als 80 Lehrkräfte haben wir neu eingestellt) und dadurch, dass ich die neu eingestellten Lehrkräfte und unsere Lehramtsanwärter*innen im Unterricht besuchen und anschließend die Unterrichtsstunden mit ihnen besprechen muss, sehe ich jetzt ganz viel und in der Regel richtig guten Unterricht und komme mit vielen interessanten jungen Lehrkräften ins Gespräch und lerne durch sie, ihren Unterricht und die Gespräche sehr, sehr viel. Mein Kontakt hat sich somit also ein wenig von den Schülerinnen und Schülern auf die Lehrkräfte verlagert.

Was mir auch viel Freude macht, ist, mich nun als Schulleiter noch mehr um Schulentwicklung kümmern zu können. Wie ihr wisst, sind wir seit diesem Schuljahr eine "Dalton-Schule" und haben damit gemeinsam mit einem Gymnasium ein "Alleinstellungsmerkmal" in Niedersachsen und die Schulleitungen und Lehrkräfte vieler Schulen beneiden uns darum. Dies zu werden, war ein langer Prozess und hat viel Zeit und Vorarbeit sowie Überzeugungsarbeit gekostet. Dass es dennoch geklappt hat, ist ein Verdienst aller, die zur Schulgemeinschaft der IGS Garbsen gehören und ich bin total stolz darauf, dieser Schulgemeinschaft anzugehören und in gewisser Weise ja auch vorstehen zu dürfen.

  (Foto: Frau Dethleffsen)

Hier herrscht viel Begeisterung:

Herr Hadaschik: Hoch interessant finde ich an diesem "Job" auch, sehr viele neue Kontakte knüpfen zu können, zu anderen Schulleitungen, zu Referenten aus Universitäten und Institutionen sowie Mitarbeiter*innen aus dem Ministerium und der Landesschulbehörde, die man sonst nur vom Namen oder aus den Medien kannte.

Herr Bellach: Außerdem muss auch immer jemand von der Schulleitung in der Schule sein, da wechseln die sechs Mitglieder der Schulleitung sich ab. Für den 13. Jahrgang endet das Schulhalbjahr direkt nach den Osterferien, das heißt da müssen die Zeugnisse vorbereitet werden.

Frau Dethleffsen: Die Arbeit im Sekretariat bringt mir sehr viel Freude, aber so wichtig oder gar "systemrelevant" ist sie denn doch nicht. Wir haben ja verteilt auf das ganze Schuljahr immer wieder arbeitsreiche und ruhige Zeiten. Zum Glück lässt regelmäßig das Arbeitsaufkommen in den Ferien nach, da passiert nicht viel außer etwas Post, und Mails, die eingehen,. Wir können und sollen sogar aus diesem Grund unseren Urlaub in den Ferien nehmen.

 

Die "blöden" Erledigungen:

Herr Hadaschik:

1. Menschen nach behördlich vorgebenen Standards zu bewerten - egal ob Schüler*innen, Referendar*innen oder Lehrkräfte.
2. "Bettelbriefe" an kommunale und behördliche Verantwortungsträger zu schreiben, um dies oder jenes, was für eine gute Schule wichtig ist, finanziert oder bewilligt zu bekommen.
3. Einige Elterngespräche, die dadurch zustande kommen, dass einige Eltern allein die Bedürfnisse ihres eigenen Kindes wahrnehmen und durchsetzen wollen, alles, was ihr Kind sagt, als "objektive Wahrheit" betrachten und den Lehrkräften sowie dem "System" der IGS Garbsen nicht vertrauen.

Herr Bellach: Nicht nur für die Abschlussprüfungen müssen neue Terminpläne erstellt werden, sondern auch die für das Abitur. Das ist dies Jahr besonders häufig, da diese immer wieder geändert werden müssen aufgrund der besonderen Umstände, welches mehr Arbeit mit sich trägt.

 

Besonderen Dank möchte ich an Herrn Hadaschik, Frau Dethleffsen, Herrn Yalcinkaya, Frau Wolf, Herrn Nordmeyer, Herrn Donat und Herrn Bellach aussprechen, da sie sich extra Zeit für meine Fragen genommen haben und trotz der vielen Erledigungen mich mit ihren Antworten und Bildern unterstützt haben. Vielen Dank für Ihre Mühe und Mitarbeit!

 

Wenn ihr wissen wollt, was andere Lehrerinnen und Lehrer in den Ferien so gemacht haben - klickt hier: http://flash.youthpress.de/index.php/whats-up/igs-intern/414-was-machen-lehrer-in-den-ferien

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